Nicht nur schreiben,


auch lesen kann süchtig machen.
Das ist manchmal anstrengend, meistens aber einfach nur schön.
Ganz besonders schöne Lese-Erlebnisse sammle ich hier auf dieser Seite, 
vielleicht sind ein paar Anregungen für euch dabei!

Etty Hillesum

Das denkende Herz

In der Zeit der Besatzung der Niederlande durch die Nazis findet die Jüdin Etty Hillesum in ihren Tagebüchern zu einer Haltung, die der täglich neu erfahrenen Unmenschlichkeit ein unbedingtes Ja zum Leben entgegensetzt. Eine tief ergreifende Lektüre, die mich auch zu einer herausfordernden Auseinandersetzung mit eigenen Standpunkten führte. 

Im Beck-Verlag ist inzwischen auch die vollständige Edition der Tagebücher von Etty Hillesum in deutscher Übersetzung erschienen. Ein lohnendes Buch für alle, die sich in dieses Stück Zeitgeschichte wagen. 

Peter Kurzeck

Keiner stirbt

Und alle anderen Bücher von Peter Kurzeck! Seine trocken-lakonische Sprachwelt vergegenwärtigt den deutschen Alltag von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart auf ganz eigene Weise. 

Petra Morsbach

Justizpalast

Fiktion - allerdings bestens recherchiert und mit realen Bezügen: ein nachdenklich machender Einblick in das deutsche Justizwesen. 

A.S. Dowidat 

 Herr Jakob träumt 

Eine liebevoll gezeichnete Hauptfigur, der man mit großem Lesevergnügen durch ihre reale Welt wie auch durch ihre Traumwelt folgt, wobei die von der Autorin raffiniert gestalteten Übergänge beim Lesen einen solchen Sog entwickeln, dass man wirklich den Alltag völlig vergißt und in eine andere Welt eintaucht: das Beste, was ein Buch leisten kann! 

Ulrike Draesner

Eine Frau wird älter

Ein kluges Buch, ein wichtiges Buch: über die Zeitspanne im Leben der Frau, die sich in der öffentlichen Wahrnehmung immer noch hauptsächlich aus Klischees zusammensetzt.

 Albert Stifter 

 Der Nachsommer 

Ja, ich weiß - wahrscheinlich mit Abstand das langweiligste Buch der deutschen Literatur, wenn nicht sogar der Weltliteratur. Und doch ... wie schön, wenn einmal nichts passiert, wenn alles gut läuft. Und doch ... wie brüchig sind solche vermeintlichen Idyllen! Und wie schön die Sprache!