Ines Maria Freundl
Jahrgang 1967
Studium der Mediävistik und Religionswissenschaft
Schriftstellerin seit dem 4. Lebensjahr
Lesen und Schreiben begleiten mich seit frühester Kindheit. Jetzt ist die Zeit gekommen, meine Geschichten aus der Schublade hervorzuholen und sie in die Welt hinaus zu schicken. Ich wünsche ihnen eine gute Reise und hoffe, dass sie auf Menschen treffen, die Freude daran haben!
Wenn ich lese, sind Bücher für mich wie Gärten. Man kann sich darin vergnügen, etwas lernen oder einfach nur gucken, sie haben ihre eigene Atmosphäre, erstaunliche Ausblicke, spannende Wege, man kann Blumen, Früchte, Schneckenhäuser und was nicht alles darin sammeln, und so oft wiederkommen, wie man möchte. Und in manchen entdeckt man immer wieder Neues, egal, wie oft man sich darin schon getummelt hat. Was ich dabei so sammle, stelle ich hier zusammen.
Und auf einmal wußte ich wieder: So will ich schreiben. Mit soviel Raum um ein paar Wörter. Ich hasse es, viele Worte zu machen. Nur Wörter, die sich organisch in ein großes Schweigen fügen, so will ich schreiben, und nicht Wörter, die nur dazu da sind, das Schweigen zu übertönen und zu zerstören. Die Wörter müssen eigentlich das Schweigen hervorheben.
Etty Hillesum
Die wesentliche und schwerste Aufgabe unserer geistigen Existenz ist nicht, die Rätsel des Lebens zu lösen, sondern an ihnen nicht zu ermüden.
Heimito von Doderer
Denn so verhält es sich, daß der Geist der Erzählung ein bis zur Abstraktheit ungebundener Geist ist, dessen Mittel die Sprache an sich und als solche, die Sprache selbst ist, welche sich als absolut setzt und nicht viel nach Idiomen und sprachlichen Landesgöttern fragt. Das wäre ja auch polytheistisch und heidnisch. Gott ist Geist, und über den Sprachen ist die Sprache.
Thomas Mann
Der größte Meister in der Poesie ist gewiß der, der die einfachsten, äußeren Formen bedarf, um das innerlich Empfangene zu gebären, ja, dem die Formen sich zugleich mit erzeugen im Gefühl innerer Übereinstimmung.
Bettine von Arnim
Ja, werden viele Worte gemacht, so vermehren sie nur die Nichtigkeit.
Was gewinnt der Mensch dabei?
Kohelet